Kirche (geschichtlich)

1897 zieht die Maschinenfabrik Klett von Wörth nach Lichtenhof an den Fuß des Hasenbuck. Daraus entsteht im Lauf der Jahre die Weltfirma MAN.

Um 1900 entsteht der Rangierbahnhof und mit ihm die ersten Eisenbahnersiedlungen.

1911 baut die damalige Baugenossenschaft für Königlich Bayerische Verkehrsanstalten die ersten Wohnungen auf dem Hasenbuck (in der Franken-, Goten- und Sachsenstraße).

1927-1937 entstehen die Genossenschaftsbauten auf dem Hasenbuck.

1927 wird die Kirchengemeinde Lichtenhof selbständig. Bis dahin gehörten die Bewohner des Hasenbucks zur evangelischen Kirchengemeinde St. Peter.

1932 gibt es die ersten Überlegungen für den Bau einer Notkirche mit integriertem Kindergarten auf dem Hasenbuck, weil die Bevölkerung dort rasant zunimmt. Die ersten Entwürfe sehen noch einen Holzbau vor. Nach einem Architektenwettbewerb 1935 setzte sich aber die massive Bauweise durch. 1936 wird mit dem Bau auf dem Hasenbuck begonnen.

erbaut 1936-37Im Juli 1937 wird die Lutherkirche feierlich eingeweiht. In ihr ist Platz für 200 Gottesdienstbesucher und ein Kindergarten für 20 bis 30  Kinder (im jetzigen Vorraum der Lutherkirche) und die Wohnung des Diakons (auf der jetzigen Empore) untergebracht. 

Bei den Luftangriffen 1944/45 wird die Kirche so sehr beschädigt, dass der Kirchenraum nicht mehr verwendbar ist. Das Dach wurde zerstört und notdürftig mit Blech eingedeckt. 

Im Juni 1952 findet nach der Instandsetzung die Wiedereinweihung der Lutherkirche statt. 

 1959 wird der Lichtenhofer Kirchensprengel zur selbständigen Kirchengemeinde Nürnberg-Lutherkirche erhoben. Kurt Heimbucher, der schon als Vikar für den Lichtenhofer Pfarrsprengel Hasenbuck zuständig war, übernimmt die Gemeindearbeit in der Lutherkirche.

Aushang1960 wird das Pfarr- und Gemeindehaus in der Nerzstraße eingeweiht. Nachdem die Kirchengemeinde auf 6000 Gemeindeglieder gewachsen ist, werden vom Landeskirchenrat zwei Pfarrstellen für die Lutherkirchengemeinde errichtet. Auf die erste Pfarrstelle wird vom Kirchenvorstand Pfr. Herrmann Endres und auf die zweite Pfarrstelle Pfr. Kurt Heimbucher gewählt. 

1962 wird der Diakonieverein der Lutherkirche mit 448 Mitgliedern gegründet. 

1964 wird das Pfarr- und Gemeindehaus in der Ingolstädterstraße erbaut und bezogen. Damit kann auch der Kindergarten aus den beengten Verhältnissen in der Lutherkirche in neue Räume umziehen. 

In den Jahren 1963 und 1964 vertritt Vikar Artur Piontkowski die zweite Pfarrstelle, denn Pfr. Heimbucher verläßt den Hasenbuck und wechselt nach Kassel.

1965 bis 1991 ist Alfred Hofstetter in der Lutherkirche als Pfarrer tätig. 

1968 wird angesichts der wachsenden Gemeindegliederzahlen die Lutherkirche umgebaut und erweitert. Sie erhält die Empore und den heutigen Eingangsraum.

Orgel1970 erhält die Lutherkirche die neue Orgel. 

1988 bis 2002 ist Heinrich Weiß Pfarrer an der Lutherkirche. 

1999 wird, nachdem die Gemeindegliederzahl auf 2700 Gemeindeglieder zurückgegangen ist, die zweite Pfarrstelle auf eine Teildienststelle reduziert. Im Mai 2000 beginnt Norbert Heinritz als erster Teildienstpfarrer auf dem Hasenbuck seinen Dienst.

Im Dezember 2000 wird ein neuer Kirchenvorstand gewählt. 

2002 wird der mittlerweile 40 Jahre alte Gemeindesaal grundlegend renoviert. 

Im September 2002 wird Pfarrer Heinrich Weiß feierlich in den Ruhestand verabschiedet.

Ab 1. März 2003 ist Christa Salinas als erste Pfarrerin auf dem Hasenbuck die Inhaberin der ersten Pfarrstelle. 

2005 wird der Altarraum der Lutherkirche neu gestaltet. Die Kanzel entfernt, die Beleuchtung erneuert, der komplette Altarraum angehoben. Beim Erntedankfest 2005 wird wieder in die Kirche eingezogen, nachdem die Gemeinde zwei Monate lang Gast in der Kapelle des Dr.-Werr-Heims war.

An Ostern 2007 werden die neuen farbigen Fahnen im Altarraum der Lutherkirche eingeweiht. Zwei Jahre später werden die dazu passenden Paramente - auch von den Kirchgeldeinnahmen - gekauft. Altarfahnen und Paramente wurden vom selben Künstler Hans Kusber entworfen und von der Paramentenwerkstatt Neuendettelsau hergestellt.

Am 29. Juni 2007 verlässt Pfarrer Norbert Heinritz die Lutherkirche, um in Wendelstein die 1. Pfarrstelle anzutreten.

Im Herbst 2007 übernimmt Pfarrer Jürgen Rogler für ein Jahr die 2. Pfarrstelle. Er wird im Gottesdienst am 2.11.2008 mit herzlichem Dank für seinen Dienst von der Gemeinde verabschiedet.

Ab dem 1. Dezember 2010 ist Pfarrer Detlev Roth neuer 2. Pfarrer der Lutherkirche.

Am 1. März 2012 beginnt Vikar Michael Kelinske seinen zweieinhalbjährigen Dienst an der Lutherkirche.

Am 21. Oktober 2012 wählt die Gemeinde den Kirchenvorstand neu: Sylvia Babel, Hans Blendinger, Markus Bohrer, Hedwig Haßler, Matthias Kusber, Carsten Leyrer, Jürgen Müller, Günther Zimmer.

Am 8. November 2012 beruft der neugewählte Kirchenvorstand Hannelore Pradellok-Borrmann und Felix Kolk dazu. Ersatzmann ist Daniel Kanzok.

Im Jahr 2012 feiert die Lutherkirche ihr 75jähriges Jubiläum mit Konzerten und Veranstaltungen über's Jahr verteilt. Im Festgottesdienst am Gemeindefest werden die neuen Abendmahlskelche zum ersten Mal eingeweiht und verwendet. Die Festschrift wird vorgestellt und verkauft.

Im Februar 2013 wird Pfarrer Detlev Roth in einem festlichen Gottesdienst von seinen Pflichten als Gemeindepfarrer entlastet und in den Ruhestand verabschiedet. Die Gemeinde dankt ihm sehr herzlich für seinen Dienst.

Am 27. Juli 2014 verabschiedet die Gemeinde Vikar Michael Kelinske, der ab September die Pfarrstelle Plößberg-Schönkirch, Püchersreuth und Wildenau übernimmt.

Am 1. März 2015 beginnt Vikarin Silvia Wolf ihren zweieinhalbjährigen Dienst in der Lutherkirche.

Im Jahr 2016 wird die Kirchgartenmauer grundsaniert. Die Finanzierung ist möglich, weil die Gemeinde durch zahlreiche Spenden und einen hohen Kirchgeldertrag dieses große und teuere Projekt unterstützt.

Im Reformationsjahr 2017 (500 Jahre Thesenanschlag) feiert die Lutherkirche ihren 80. Geburtstag. Dieser Anlass wird mit zahlreichen besonderen Gottesdiensten und Veranstaltungen übers Jahr verteilt gewürdigt.

Am 23. Juli 2017 verabschiedet die Gemeinde Vikarin Silvia Wolf, die ab September die 4. Pfarrstelle in Schwabach übernimmt.

 

Wer neugierig geworden ist und mehr über die Geschichte der Lutherkirche und des Hasenbuck erfahren möchte, wird in der Festschrift 75 Jahre Lutherkirche fündig. Sie ist im Pfarramt und im Kirchenvorraum gegen Spende erhältlich.